Ausbau des NFV
Nachdem nach der Gründung jedes Jahr in verschiedenen Städten und Orten des Regierungsbezirks ein Feuerwehrtag durchgeführt wurde, konnte beim Feuerwehrtag am 27. Juli 1889 in Diez a.d. Lahn festgestellt werden, dass sich nunmehr dem Verband 75 Wehren mit 6.275 Mitgliedern angeschlossen hatten, die in 17 Bezirke eingeteilt waren. Im August 1901 waren es bereits 168 Feuerwehren mit insgesamt 10.035 Feuerwehrkameraden.
Am 11. Mai 1913 verstarb Branddirektor Scheurer, der seit Gründung die Geschicke des Feuerwehrverbandes leitete. In der 11. Verbandsausschusssitzung am 21. Mai 1913 in Wiesbaden wurden die Verbandsgeschäfte dem stellvertretenden Vorsitzenden des Verbandes, Feuerlöschdirektor Tropp (Wiesbaden-Biebrich) übertragen. Während des 23. Verbandstages am 11. Juli 1920 in Oberursel wurde Wilhelm Tropp zum Vorsitzenden des inzwischen namentlich geänderten Nassauischen Feuerwehrverbandes gewählt. Zuvor konnten wegen des Ersten Weltkrieges einige Jahre keine Verbandstage ausgetragen werden.An diesem Nassauischen Feuerwehrverbandstag wurde von Wilhelm Tropp die Urkunde für die segensreiche Einrichtung der “Tropp-Jubiläums-Stiftung” feierlich überreicht.
Bild links: Wilhelm Tropp - Vorsitzender des Nassauischen Feuerwehrverbandes 1913 - 1932
Bild oben: 39. Jahrgang der "Nassauische Feuerwehr Nachrichten" am Vorabend des 1. Weltkriegs im Jahr 1914 - bereits seit 1875 gibt der NFV seine Informationen über eine verbandseigene Zeitung herausDie Feuerwehren im Gebiet des Regierungsbezirkes Wiesbaden und dem Kreis Wetzlar gaben schon sehr früh monatlich eine “Feuerwehrzeitung” heraus. Im Jahre 1914 konnte bereits der 39. Jahrgang der “Nassauische Feuerwehr Nachrichten” gelesen werden. Die Schriftleitung lag bei J. Daniel aus Geisenheim. Trotz der vielen Leiden des Ersten Weltkrieges standen die Kameraden der Feuerwehren zu ihrer Aufgabe. So konnten zum 26. Nassauischen Feuerwehrverbandstag im Juli 1924 in Dillenburg festgestellt werden, dass dem Verband 318 Feuerwehren mit 18.305 Feuerwehrmännern angeschlossen waren.
Von der nun steten Fortentwicklung des Verbandes geben die Niederschriften der Verbandstage 1925 in Griesheim, 1928 in Eltville am Rhein und des 29. Nassauischen Feuerwehrtages 1930 in Bad Ems Zeugnis. Bei der Verbandstagung 1928 in Eltville wurde “von den Frauen und Jungfrauen des Verbandes” ein Verbandsbanner gestiftet und nach der Weihe feierlich überreicht. Dieser Verbandstag war eine eindrucksvolle Kundgebung für die Ideale der Feuerwehr. 488 Feuerwehren mit insgesamt 22.200 Feuerwehrkameraden hatten sich inzwischen zusammengeschlossen.
Bild oben: Vorstand des Nassauischen Feuerwehrverbandes und die Kreisbrandmeister im Jahr 1928Für die Feuerwehren im Verbandsbereich wurden die notwendigen Ordnungen und Satzungen erarbeitet und eingeführt. Im Jahr 1929 wurde in gedruckter Form die “Bekleidungs-Ordnung der Freiwilligen Feuerwehren”, das “Grundgesetz”, und die “Geschäfts-Ordnung für den Übungs- und Festzug-Ausschuß sowie Begräbnis-Ordnung” den Feuerwehren zur Verfügung gestellt.
Der Verbandsvorsitzende Feuerlöschdirektor Wilhelm Tropp starb am 19. Februar 1932. Daraufhin wurde Fritz Kahl (Frankfurt-Rödelheim) mit der Geschäftsführung beauftragt und im gleichen Jahr während des 30. Nassauischen Feuerwehrtages in Biedenkopf von der Verbandsversammlung zum Vorsitzenden gewählt.Bild rechts: Fritz Kahl - Vorsitzender des Nassauischen Feuerwehrverbandes 1932 - 1934















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